Links

Sorry, this entry is only available in Deutsch. For the sake of viewer convenience, the content is shown below in the alternative language. You may click the link to switch the active language.

 

Untenstehend erhalten Sie Informationen zu:

Dieter-Wellershoff-Stipendien 2021: Ausschreibung

Vergabe der Kölner Stipendien für Kinder- und Jugendliteratur 2020

Vergabe der Dieter-Wellershoff-Stipendien 2020

Kölner Stipendien für Kinder- und Jugendliteratur 2020: Ausschreibung

 

Dieter-Wellershoff-Stipendien 2021: Ausschreibung

Bereits zum vierten Mal werden im Jahr 2021 in Köln die Dieter-Wellershoff-Stipendien vergeben, die vom Literaturhaus Köln ausgeschrieben und im Zuge der Autorenförderung mit Mitteln der Stadt Köln ausgestattet werden. Die altersunabhängigen Stipendien sollen zwei professionellen Kölner Autor*innen ermöglichen, sich für die Zeit der Förderung ohne wirtschaftlich-materiellen Zwang auf ein literarisches Publikationsvorhaben konzentrieren zu können. Seit 2018 werden die Stipendien jährlich vergeben und sind mit jeweils 12.000 € dotiert. Bewerbungen für das Jahr 2021 können bis 31. Dezember 2020 an das Literaturhaus Köln gerichtet werden.

 

Andrea Karimé, Guido Kasmann und Frank Maria Reifenberg erhalten Kölner Stipendien für Kinder- und Jugendliteratur 2020

Andrea Karimé, Guido Kasmann und Frank Maria Reifenberg erhalten in diesem Jahr die Kölner Stipendien für Kinder- und Jugendliteratur. Die Stipendien wurden zum zweiten Mal vom Jungen Literaturhaus Köln als Arbeitsstipendien ausgeschrieben und im Zuge der Autorenförderung mit Mitteln der Stadt Köln sowie der Imhoff Stiftung ausgestattet. Die Gesamtsumme von 24.000 Euro wird in der Regel an zwei Autor*innen in Höhe von jeweils 12.000 Euro vergeben. Aufgrund der Corona-Krise wurde die Gesamtsumme in diesem Jahr gedrittelt, um die Härten der Situation für Künstler*innen etwas besser abmildern zu können. Die dreiköpfige Jury, bestehend aus Stefanie Boor, Gabriele von Glasenapp und Thomas Linden, wählte aus 18 Einsendungen aus den Sparten Bilder-, Kinder- und Jugendbuch.

Andrea Karimé (Jg. 1963) schreibt seit 15 Jahren Kinder- und Jugendbücher, zuletzt „Samba, Schwein und das Geheimnis der Mühle“ (2018). Ihr Werk wurde mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Kinderbuchpreis des Landes NRW 2018.
Ihr Buchprojekt „Kim Kuli“ überzeugte die Jury, die ihre Wahl so begründet: „Ein Text, der konsequent aus der Perspektive eines 13-jährigen Mädchens erzählt ist, das auf der Suche nach der eigenen Identität seinen biographischen Wurzeln nachspürt und versucht, familiäre Strukturen offenzulegen. Ein Unternehmen, das den Alltag komplett in Frage stellt.“

Portraitaufnahmen Andrea Karimé September 2019 * Übertragung von einfachen Nutzungsrechten an Andrea Karimé zur Verwendung für eigene Werbezwecke (Print, online, social Media). Eine kommerzielle Weitergabe an Dritte ist nicht vorgesehen. Das Recht zur Zweitverwertung verbleibt bei der Urheberin.

© Heike Fischer

Guido Kasmann (Jg. 1959) veröffentlicht seit 2003 Kinderbücher, zuletzt „Roberto und Sarah“ (2019). Er veranstaltet zahlreiche Lesungen aus seinen Büchern (Erzähltheater mit Musik) und bietet Fortbildungen zu den Themen Vorlesen und Musizieren im Unterricht.
Der Jury legte er „Karims Flucht“ vor, die Geschichte eines Jungen, der auf der Flucht ist und seine Eltern verloren hat. „Der Text überzeugt durch seinen detaillierten und atmosphärisch dichten Realismus. Seine psychologisch differenziert entwickelte Geschichte enthält Momente großer Dramatik und Menschlichkeit“, so die Jury.

Guido Kasmann_(c)_privat_web

© privat

Frank Maria Reifenberg (Jg. 1962) verfasst vorwiegend Kinder- und Jugendbücher sowie Drehbücher für Film und Fernsehen. Er veröffentlichte über 50 Romane und wurde mehrmals mit dem Leipziger Lesekompass ausgezeichnet. Außerdem engagiert er sich in der Lesefördung von leseschwachen Jungen und ist Initiator und künstlerischer Leiter des Projekts „kicken & lesen Köln“.
Er bewarb sich mit dem historischen Abenteuerroman „Am Orowango schleicht der Tod im Morgengrauen um das Haus“, über den die Jury sagt: „Eine stilsicher erzählte Abenteuergeschichte, in der Frank Maria Reifenberg den Kolonialismus subtil reflektiert und zugleich eine spannende Geschichte für jugendliche Leser entwirft. Ein Text, der von seiner feinen Ironie lebt und stets das historische Ambiente im Auge behält.“

Copyright: Jörn Neumann Dieses Bild ist urheberrechtlich geschützt. Veröffentlichung nur gegen Namensnennung, Bildhonorar und Belegexemplar.

© Jörn Neumann

 

Adrian Kasnitz und Tilman Strasser erhalten die Dieter-Wellershoff-Stipendien 2020

Adrian Kasnitz (Jg. 1974) und Tilman Strasser (Jg. 1984) erhalten die Dieter-Wellershoff-Stipendien für das Jahr 2020. Die Dieter-Wellershoff-Stipendien wurden im Jahr 2018 erstmals vom Literaturhaus Köln als Arbeitsstipendien ausgeschrieben und im Zuge der Autorenförderung mit Mitteln der Stadt Köln ausgestattet. Die dreiköpfige Jury, bestehend aus Sonja Herrmann, Martin Mittelmeier und Martin Oehlen, wählte aus 16 Einsendungen. Ausschlaggebend für die Entscheidung der Jury waren die eingereichten Exposés und Textproben.

Adrian Kasnitz hat bereits zwei Romane sowie zahlreiche Lyrik- und Essaybände vorgelegt und ist außerdem Übersetzer, Mitherausgeber der parasitenpresse und Gastgeber des Literaturklub Köln. Sein Romanprojekt „Der Schatten“ überzeugte die Jury, die ihre Wahl so begründete: „Als der Vater im Sterben liegt, wird der Erzähler mit einer Zeit und Welt konfrontiert, die er gründlich hinter sich gelassen zu haben wähnte: das mühevolle Aufwachsen auf einem abgelegenen Hof in Masuren, die ersten Schritte in ein anderes, eigenes Leben am Rand einer mittelgroßen Stadt in Nordrhein-Westfalen, die zunehmend konfliktbehaftete Beziehung zu seiner Familie. Adrian Kasnitz‘ Text erzählt von der Bedeutung der Herkunft, von Abschied und Aufbruch, Fremdsein und Identität – voll spannungsvoller Ruhe, sinnlicher Intensität und zarter Archaik.“

Adrian Kasnitz (c)_Dirk Skiba

© Dirk Skiba

Tilman Strassers Debütroman „Hasenmeister“ erschien 2015, außerdem publiziert er regelmäßig in Anthologien und Literaturzeitschriften und ist als Journalist, Drehbuchautor und Literaturvermittler tätig. Er bewarb sich mit seinem Romanprojekt „Gespinst“, in dem der Erzähler den Tod seiner Tochter, die wenige Wochen nach der Geburt gestorben ist, nicht akzeptiert. „In seiner Verzweiflung und seinem Wahn, ein Trugbild seiner Tochter am Leben zu halten, verstrickt er sich in alternative Welterklärungen und esoterische Verschwörungstheorien – und versucht, die Existenz freier Energie zu beweisen, was gründlich schiefgeht. Tilman Strassers Text überzeugt durch seine Verbindung von komischen und tragischen Elementen, von persönlichen und globalen Katastrophen – und durch den formal anspruchsvollen Zugriff auf eine komplexe Themenkonstellation“, so die Jury.

Tilman Strasser_(c)_Marco Piecuch

© Marco Piecuch

 

Kölner Stipendien für Kinder- und Jugendliteratur 2020: Ausschreibung