#zusammenlesen #132

Wolfgang Schmitz ist seit dieser Woche der neue Vorstandsvorsitzende des Literaturhauses Köln. Für #zusammenlesen empfiehlt er dieses Buch:

John Ironmonger. DER WAL UND DAS ENDE DER WELT. S. Fischer. Aus dem Englischen von Maria Poets und Tobias Schnettler.

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Ein junger Mann wird auf dem Rücken eines Walfischs an der Küste vor Cornwall angeschwemmt, landet in einem winzigen, abgelegenen Dorf, wird Freund mit der halben Dorfbevölkerung, wandelt sich in kurzer Zeit zu deren Held und segelt dann an der Seite einer überraschend zugestiegenen Frau zurück in die Welt. Soap? Fantasy? Wäre es vielleicht, wenn die äußeren Umstände dieses Romans von John Ironmonger nicht intensiv an unseren Corona-Alltag erinnerten.

Denn die Menschen im Fischerdorf St. Piran bereiten sich auf das Schlimmste vor: Eine Grippe-Pandemie bedroht ihr Leben. Und nicht nur das: Joe, der mit dem Wal kam, bringt aus London die düstere Nachricht einer alles bedrohenden Weltwirtschaftskrise mit. Und was passiert? Das Dorf rückt eng zusammen. Joe legt Lebensmittelvorräte für alle an, andere kümmern sich um Benzin, Wasser und das Vieh, man hilft sich gegenseitig. In immer enger werdender Gemeinschaft übersteht St. Piran die Krise und feiert schließlich mit den Leuten aus dem Nachbardorf Weihnachten – und der am Ende doch noch gestrandete Wal dient als Festessen.

Eine Geschichte mit manchen Überraschungen, die Mut machen kann in diesen Tagen.

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