#zusammenlesen #138

Mit seinem Buchtipp katapultiert uns Bernhard R. M. Ulbrich in die Weiten des Weltalls:

Brandon Q. Morris. DIE STÖRUNG. FISCHER Tor.

Wer in der Gattung der Belletristik das in seiner Fantasie oft ausufernde Genre der Science-Fiction (SF) nicht so gerne mag, der ist mit dem strengeren Sub-Genre „Hard SF“ gut bedient. Hier halten sich die Autor*innen an wissen­schaftliche Fakten und Möglichkeiten.

Brandon Q. Morris bedient als etablierter Physiker und Autor in seinen Büchern dieses Sub-Genre und fügt auch aufklärende Essays über die verwendeten Sachverhalte an. Man wird nicht nur unterhalten, sondern es ergibt sich auch nebenbei ein Lernprozess.

„Die Störung“ ist sein neuestes Werk. Es handelt von der Quantenphysik und deren höchst erstaunliche Eigenheiten. Eine Weltraum-Crew sucht weit im All nach Spuren des Urknalls, gemäß der gängigen Wissenschaft der Start unseres Universums. Dabei passiert allerhand, auf Erden wie im Raumschiff. Um die Lesefreude nicht zu schmälern, wird wenig verraten. Nur das: Eine ungewollt eingefangene, alles allmählich vernichtende „Störung“ bedroht das Raumschiff und letztlich auch die Erde. Mit welchen Mitteln die Crew dagegensteuert erstaunt: ein Schwarzes Loch. Erst jüngst waren wir Zeuge des ersten Fotos eines solchen Schwarzen Loches der Galaxie M87.

In dem Romangeschehen überraschen literarisch reizvolle Volten. Nichts ist, wie wir es anfangs zu ahnen glauben. Die Spannung steigt ständig und wird geschickt in eine Lösung gesteuert. Und es bleibt eine offene Frage in dem Roman: Was hat die Crew-Chefin Christine bei ihren Forschungen gesehen? Viel Vergnügen beim Lesen!

Zur Person: Bernhard R. M. Ulbrich ist Autor und Mitglied im Literaturhaus Köln.

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