Anke Stelling: »Grundlagenforschung«

Grundlagenforschung (Verbrecher Verlag), der neue Erzählungsband der mit dem Preis der Leipziger Buchmesse ausgezeichneten Autorin Anke Stelling, berichtet von der Realität des Lebens, gescheiterten Träumen und bitteren Wahrheiten.

In ihren Erzählungen kommentiert Anke Stelling den unsicheren Stand zwischen verkrampftem Individualismus und erdrückender Anpassung. Moderiert von Sonja Lewandowski.

Den Link zur digitalen Veranstaltung finden Sie hier.

»Ohne Kinder hätte Claudia sich Kinder gewünscht. Mit Kindern wünschte sie sich den Tod.«

Anke Stellings 14 Erzählungen sind Grundlagenforschungen: Wer bin ich und wer könnte ich sein? Die nervöse Zwanzigjährige, die hofft, dass ihr Freund anruft. Die hoffnungsvolle Dreißigjährige, die glaubt, dass bei ihr alles anders wird. Anders zumindest als bei der ätzenden Ex, die doch hätte wissen müssen, dass Kinderkriegen auch keinen Ausweg darstellt.
Zwischen Lebenslügen und Desillusionierung, innerer Leere und selbst errichteter Fassade, den eigenen Wünschen und der Realität entzaubert Anke Stelling in ihren Erzählungen die Selbstverwirklichungsromantik alternativer Lebenskonzepte genauso wie die Träume vorbildlicher Bürgerlichkeit. Unversöhnlich und verstörend dicht richtet sie ihren Blick auf eine Nachbarschaft, die man vielleicht auch selbst ist.
»Anke Stelling seziert die spät-kapitalistischen Sinnfragen in die Jahre gekommener Berufsjugendlicher gnadenlos« (Cornelius Wüllenkemper, Deutschlandfunk).

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