Elise Schmit: Allgemeine Zweifel am weiteren Verlauf
Neun meisterhafte Erzählungen über die Umbrüche im Leben und den schmalen Moment dazwischen. Ein gestrandeter Wal, verlorene Lieben, ein Freibad im Spätsommer, der Traum vom Mars oder ein blauer Vogel als letzte Sprache: Elise Schmit erzählt in Allgemeine Zweifel am weiteren Verlauf (Luchterhand) hellsichtig und eindringlich von Sehnsucht nach Veränderung und der Angst davor. Ihre Stories fügen sich zu einem klaren Porträt einer Gesellschaft, die nach Auswegen aus der Vereinzelung sucht. Es moderiert Guy Helminger.
Reisen würde ich gern, nicht weit, nur bis zu jemandem, der weiß, wer ich zu einer anderen Zeit gewesen bin.
Elise Schmit erzählt in ihren Stories von jenen ersehnten wie gefürchteten Momenten, in denen alles anders werden könnte. Sie umkreist jene schillernden Augenblicke des Umbruchs, in denen das Alte sich auflöst, das Neue aber noch nicht ganz da ist. Die Menschen, von denen sie erzählt, sehnen sich nach Veränderung, nach einer Möglichkeit, aus dem eigenen Leben auszubrechen, zugleich fürchten sie sich davor. Jedes Mal stellt sich die Frage: Wie kann das gelingen, der Ausbruch aus dem eigenen Leben oder die wirkliche Begegnung mit einem anderen Menschen?
»Wenn Sie sich in Elise Schmits Erzählungen versenken, hat die Möglichkeit eines Umbruchs auch im eigenen Leben plötzlich eine Präsenz, die allem um Sie herum ein Leuchten verleiht, das Sie nicht verlieren wollen« (Guy Helminger).