Erasmus Schöfer – 90!

Einer der wichtigsten Chronisten der politischen Bewegungen der Bundesrepublik, Erasmus Schöfer, wird 90!

Mit seinen Erzählungen, Theaterstücken und Hörspielen, nicht zuletzt mit seinem vierbändigen Romanwerk Die Kinder des Sisyfos tritt er als Zeitzeuge der alten Bundesrepublik von 1968 bis zum Mauerfall auf. Sein politisches Engagement, sein engagiertes Schreiben, sein kämpferisches Werk wirken bis heute. Mit Sabine Kebir spricht der Autor über den Gedichtband Sisyfos Lust. Timo Ben Schöfer liest.

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Die Figur des Sisyfos, die sowohl im Titel von Schöfers bekanntestem Romanwerk wie auch in seinem neuesten Gedichtband einen Platz findet, ruft bei den meisten wohl zunächst Assoziationen wie Vergeblichkeit hervor. War Sisyfos doch in der griechischen Mythologie dazu verdammt, einen Felsblock einen Berg hinaufzuwälzen, der, fast am Gipfel angekommen, jedes Mal wieder runterrollte. Schöfer interpretiert diesen Mythos neu. Ihm geht es darum, »[…] dass die Menschen nicht aufhören, sich für die Verbesserung der Lebensumstände einzusetzen. Also, die Dauer der Anstrengung, die Unermüdlichkeit, die den Sisyphos prägt, der nicht aufgibt, dieses Ziel zu erreichen, dass der Stein mal oben bleibt oder – wie ich mal in einem Gedicht geschrieben habe –, schließlich sich so abgenutzt hat, dass der als Sandkorn davonfliegt und damit auch Veränderung erreicht«, wie er 2019 im Deutschlandfunk darstellte.

Auf die letzten 90 Jahre seines bewegten Lebens, in denen er nie selbst aufgehört hat, den Stein zu rollen und sich zu engagieren, blickt Erasmus Schöfer mit Sabine Kebir zurück und wirft auch einen Blick in die Gegenwart auf sein neustes Werk Sisyfos Lust.

Mit freundlicher Unterstützung von PEN-Club Deutschland und Deutscher Literaturfonds e.V.

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