Immernurglücklichsein? – Über Mutterschaft

In unserer Reihe »spielraum. Eine Reihe zu Fragen der Zeit« schauen wir auf Muttergefühle und in eine Anthologie, die den Blick auf die komplexe Realität von Elternschaft öffnet.

In Muttergefühle – Das Schönste, aber auch das Schwerste (ZS) geht es um Care-Arbeit, Ungleichheit und Emotionen jenseits des Mythos bedingungsloser Mutterliebe. Kirsten Fuchs, Jacinta Nandi und die Herausgeberin Jana Heinicke zeigen, wie politisch das Reden über Mutterschaft ist – und warum es Zeit ist, über Widersprüche, Ambivalenzen und neue Narrative des Elternseins zu sprechen.

Wie kann etwas, das so vereinnahmend ist wie Mutterschaft, das all meine Lebensbereiche durchdringt, sie auf den Kopf stellt und völlig neu ordnet, immer nur schön sein? Wie kann ich all das immer nur lieben und lieben sollen und nichts anderes fühlen dürfen – vor allem, weil doch auch meine Mutterschaft von all dem Leben, dem Sollen und Müssen gerahmt und durchkreuzt wird ... wie soll das gehen, dieses Immernurglücklichsein?

In den letzten Jahren sind viele Stimmen laut geworden, die unser geltendes Mutterideal hinterfragen. Dennoch steht die unbedingte Mutterliebe nach wie vor im Vordergrund und gilt als Motivation und Lohn für Care-Arbeit und Entschuldigung für Ungleichheit. Muttergefühle stehen synonym für ein einziges Gefühl, das über dreihundert Jahre den faktischen Blick auf das Muttersein versperrt und in konservativen Ideologien aktuell wieder Aufschwung erhält. Dabei ist es Zeit, die Gefühle von Eltern neu zu definieren und das Narrativ der immer glücklichen Mutter aufzubrechen und darzulegen, wie viele unterschiedliche und komplexe Emotionen zur Mutterschaft dazugehören – zu denen natürlich auch, aber eben nicht nur, Liebe und Glück zählen. Der Band Muttergefühle – Das Schönste, aber auch das Schwerste versammelt die Texte von fünfzehn Autor*innen, die beschreiben, wie es ist, Mutter oder Eltern zu sein, und die zeigen, was sich alles hinter dem Begriff »Muttergefühle« verbirgt.

Dank der Förderung wird die Veranstaltung von DGS-Dolmetscher*innen begleitet.
Für eine bessere Planung bitten wir um Anmeldung bis zum 14.4. unter info@literaturhaus-koeln.de.

Mit freundlicher Unterstützung der Kunststiftung NRW und der Victor Rolff Stiftung

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