Literarischer Salon: Alhierd Bacharevič

Es ist ein poetisches und zugleich düsteres Werk, das der belarussische Autor Alhierd Bacharevič uns mit Europas Hunde (Voland & Quist, übersetzt von Thomas Weiler) geschenkt hat, ein wagemutiger, politischer Roman, der in seinem Heimatland verboten und dessen Verbreitung strafbar ist.

Dafür hat er letztes Jahr in Leipzig den »Buchpreis zur Europäischen Verständigung« bekommen. Denn leidenschaftlicher könne man von Europa und seinen Abgründen nicht erzählen, urteilte die Jury. Der Autor selbst sagt, es handele sich um einen antiimperialen Roman, aber es gehe vor allem auch um die Sprache der Macht und die Macht der Sprache. Die verspielte Wildheit, mit der der 1975 in Minsk geborene Autor uns durch eine Mischung aus Zukunftsvision, Politkrimi und Dystopie treibt, hat es zweifelsohne in sich. Navid Kermani und Guy Helminger freuen sich auf diesen visionären Ritt durch die Gegenwart – und fürchten zugleich, was da vor der Tür steht.

Veranstaltungspartner: Stadtgarten, Konrad-Adenauer-Stiftung, Kulturamt der Stadt Köln, Buchhandlung Klaus Bittner

© Julia Cimafiejeva
© Julia Cimafiejeva

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