Literarischer Salon: Andrzej Stasiuk

Seit es den Literarischen Salon gibt – seit sechzehn Jahren –, wollen Guy Helminger und Navid Kermani Andrzej Stasiuk einladen, aber immer war er unterwegs, mal in den Karpaten, mal in der Mongolei.

Und wenn er nicht reiste, schrieb er in seinem abgelegenen Dorf irgendwo in den Beskiden. Jetzt endlich macht er sich auf den Weg.

Eines seiner Bücher heißt schlicht Der Osten, und man könnte das gesamte Werk von Andrzej Stasiuk als eine Suche nach jener Nachbarschaft lesen, die hinter den Mauern der Systeme, Weltbilder, Talkshows und selbstgerechten Gesinnungen liegt – eine Suche nach der Welt hinter Dukla, wie sein anderer, sein bis heute berühmtester Roman heißt, eines der grandiosesten Stücke europäischer Literatur. Die Spuren, die der gebürtige Pole findet, weisen über geschichtliche Ereignisse hinaus; es ist die mythische Vergangenheit, die Liebe, der Lebenshunger, es sind die Gerüche, die Ängste, die Schatten, für die er unvergessliche Bilder findet, die Gewohnheiten, deren Gründe niemand mehr kennt, es ist der Himmel, der von überall her anders aussieht, und die Erde, in der so viele Opfer verscharrt sind, es ist das Schöne im Hässlichen eines Müllbergs und das Hässliche des glitzernden Reichtums und der Gier.

Veranstaltungspartner: lit.COLOGNE, Stadtgarten, Heinrich-Böll-Stiftung, Kulturamt der Stadt Köln, Buchhandlung Klaus Bittner, Augenklinik am Neumarkt

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