Literarischer Salon: Judith Schalansky

Im Literarischen Salon begrüßen Guy Helminger und Navid Kermani eine der eigenwilligsten Autorinnen Deutschlands: Judith Schalansky.

International bekannt wurde die 40-jährige Kunsthistorikerin mit dem Atlas der abgelegenen Inseln und dem Roman Der Hals der Giraffe – und zwar nicht nur für den Text: Als gelernte Buchgestalterin hat sie beide Werke selbst entworfen und jeweils den Preis der Stiftung Buchkunst für das schönste Buch des Jahres gewonnen. Mit der Reihe »Naturkunden« machte sie zudem das Genre des »Nature Writing« in Deutschland populär. Und mit ihrem aktuellen Buch schuf sie gleich »eine ganz neue Gattung«, wie es in der Begründung des Wilhelm-Raabe-Literaturpreises heißt, den sie für das Verzeichnis einiger Verluste erhielt: »Ein Kompendium der neuen Art, das daran arbeitet, unsere Wissensordnung umzukrempeln.« Ob eine verschwundene Insel im Pazifik, das Skelett eines Einhorns, der kaspische Tiger, die erleuchteten Texte des Religionsstifters Mani oder der Palast der Republik in Berlin – just die Verluste verwandelt Judith Schalansky in überreiche Lesezeit. »Ein wundersames, ein Wunder-Buch«, klang selbst die Juryprosa verzückt.

Veranstaltungspartner: Stadtgarten, Heinrich-Böll-Stiftung, Kulturamt der Stadt Köln, Buchhandlung Klaus Bittner, Augenklinik am Neumarkt

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