Marie T. Martin: Rückruf. Gedichte

Marie T. Martin hat ihren zweiten Gedichtband Rückruf (Poetenladen) veröffentlicht.

Lakonisch und naturverbunden durchdringt sie darin eine Welt aus vermeintlich Alltäglichem, reflektiert über Herkunft, über Abschied und Schmerz und schafft bei aller Diesseitsbezogenheit einen hauchfeinen Link ins Transzendente. Es lesen Marie T. Martin, Sabine Schiffner, Jürgen Nendza und Guy Helminger. Musik: Dorrit Bauerecker.

Sie »holt die Worte aus den gewohnten Zusammenhängen und gibt ihnen ein Eigenleben zurück«, schreibt Büchner-Preisträgerin Elke Erb über Marie T. Martins Gedichte. Neben Träumen und Märchen sind die Gedichte in Martins zweitem Gedichtband Rückruf von Erinnerungen geprägt sowie dem Bestreben, die Dinge auf eine andere Art wahrzunehmen. Neben dem Staunen über vermeintlich Alltägliches offenbaren sich auch Momente von Krankheit und Schmerz. Dabei dringt immer wieder die Natur durch, gleichsam als ständiger Begleiter und Gegenpol zur Vergänglichkeit. Ihre Schrift ist eine, die mehr verhüllt, als zu zeigen, wie es in einem ihrer Gedichte heißt. Dennoch ist Marie T. Martins Poetik »durchlässig, offen, zugewandt. Und man kann es zurecht einen magischen Sprachrealismus nennen, der sich in diesen Texten zeigt; der etwas zu erwecken vermag«, schreibt Tom Schulz im Nachwort zu Rückruf. »Mit Rückruf legt Marie T. Martin einen wegweisenden, womöglich epochalen Gedichtband vor, fein komponiert, anrührend und erstaunlich in jeder Zeile.« (FAZ)

Im Literaturhaus Köln virtuell sprechen Sabine Schiffner, Jürgen Nendza, Guy Helminger und die Autorin selbst die Gedichte. Dorrit Bauerecker begleitet den Auftritt auf dem Akkordeon.

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