Mona Yahia: Vier Tage

Alles beginnt an einem Novembertag 1918: Hayim Smeké, jüdischer Arzt und Freund des Walis von Mossul, steht vor einer Entscheidung zwischen Loyalität und Liebe – und vor dem Verlust seiner Welt.

Mona Yahias Vier Tage. Eine nahöstliche Tetralogie (SALON LiteraturVerlag) erzählt das Leben von vier Generationen der Familie Smeké, deren Geschichte von Exil und Umbruch, von der Suche nach Zugehörigkeit und dem Versuch, Heimat immer wieder neu zu denken. Mit der Kölner Autorin im Gespräch: Angela Spizig.

Es sind die Frauen in der Familie, die ihr Leben in die Hand nehmen, wird Nemir als Erwachsener im Rückblick auf die Familiengeschichte sagen. Und nach Verbindungen und Antworten suchen: Warum ihn seine Mutter Rebekka zurückgelassen hat, als sie 1936 in die noch junge Stadt Tel Aviv auswanderte; warum seine Tochter Leila unbedingt die »erste Uniform in der Familie« tragen wollte und erleben musste, wie 1973 an Jom Kippur die ägyptische Armee Israel in den Krieg stürzte; warum seine Tante und, nach Rebekkas Fortgang, Stiefmutter Serafine ihn und ihre Familie ebenfalls verließ und in Istanbul zu Ende führte, was vor so langer Zeit in Mossul mit Wali Khalil Bey begann. Und er wird sich fragen, was die Geschichte seiner Familie ausmacht, die – wie die fast aller jüdischen Familien der arabischen Welt – die Narben des Exils mit Entwurzelung, Anpassung und Neuorientierung unauslöschlich in sich trägt.
Vier Tage erzählt – anhand jeweils eines Tages – das Leben von vier Generationen einer jüdischen Familie. Sie alle, Hayim und Ehefrau Nazli, seine Töchter Rebekka und Serafine, Rebekkas Sohn Nemir und dessen Tochter Leila, erleben radikale und einschneidende Veränderungen. Sie alle sind verwoben mit der Erfahrung und den Traumata des Exils, mit den Fragen nach Identität und innerer Zugehörigkeit.

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