Emine Sevgi Özdamar: Ein von Schatten begrenzter Raum

Ein von Schatten begrenzter Raum (Suhrkamp) sei »eine Kulturgeschichte des Kontinents, wie es noch keine gab«, so die Begründung für den Bayerischen Buchpreis 2021 für Emine Sevgi Özdamar.

Ihr neues Buch erzählt vom Militärputsch 1971 in Istanbul, von Flucht und Ankommen in Europa und einem europäischen Künstlerinnenleben, in dem es möglich scheint, einzig mit der Poesie Grenzen einzureißen. Mit Ulrich Noller spricht die Autorin über ein Leben mit der Kunst.

Wenn man von seinem eigenen Land einmal weggegangen ist, dann kommt man in keinem neuen Land mehr an. Dann werden nur manche besonderen Menschen dein Land.

Als das türkische Militär 1971 putscht, flieht eine junge Künstlerin aus Istanbul übers Meer nach Europa, wo sie den kulturellen Reichtum ihres Landes teilen und lebendig erhalten möchte – ohne einzig auf ihre Heimat reduziert zu werden. Sie entdeckt im Berlin der Mauerjahre und im Nouvelle-Vague-Milieu von Paris eine Welt, in der künstlerische Biografie und politische Ereignisse untrennbar miteinander verwoben sind, eine Welt, die von einer faszinierenden Freiheit und Offenheit durchzogen ist. Emine Sevgi Özdamars Istanbul-Berlin-Trilogie (erschienen bei Kiepenheuer & Witsch) liegt fast zwanzig Jahre zurück. Mit Ein von Schatten begrenzter Raum schreibt die in Berlin lebende Schriftstellerin und Schauspielerin nun ein »geistiges Gründerzeitmärchen« (Die Welt), ein wortgewaltiges Loblied auf das Wunder der Kunst, des Theaters und der Literatur.
»Der Blick, den Özdamar freigibt auf Fremdsein und Fremd-gemacht-Werden, auf Sprachverlust und Sprachermächtigung, gehört zu den großen Geschenken des Buchs an seine Leser« (FAZ).


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