Lange Nacht der Diversität in der deutschsprachigen Literatur

José F. A. Oliver, Sharon Dodua Otoo, Sasha Marianna Salzmann, Mithu Sanyal, Antje Rávik Strubel, Karosh Taha, Feridun Zaimoglu: Sie alle tragen zur Diversität in der deutschsprachigen Literatur bei.

Welche Geschichten erzählen, welche Fragen stellen sie? Zusammen mit Cornelia Zetzsche und Senthuran Varatharajah widmen wir der literarischen Diversität im Kölner Theater GLORIA eine öffentliche Lange Nacht. Musik: Les Enfants des Fleurs.

Als Sharon Dodua Otoo 2020 in ihrer Klagenfurter Rede zugespitzt fragte: »Dürfen Schwarze Blumen malen?«, war klar, dass sie auch als Aktivistin und Person of Colour sprach, als Stimme einer Community, die sich zunehmend Gehör verschafft. Bücher von Black and Indigenous People of Color (BIPoC) boomen. Literaturverlage öffnen sich verstärkt (Post-)Migranten, Migrantinnen und nicht-binären Autor*innen, die unsere Lebenswelten literarisch erweitern. So schreibt etwa Antje Rávik Strubel von der Liebe zwischen Frauen. Sasha Marianna Salzmann lässt eine Migrantenfamilie mit Sowjeterfahrungen in einer ostdeutschen Stadt ankommen, und Karosh Taha führt in kurdisch-deutsche Parallelwelten und Anna Kim nach Korea. Mithu Sanyal nennt ihre Heldin programmatisch Identitti und stellt ihr eine falsche Inderin gegenüber. José F. A. Oliver dichtet in zwei Sprachen und Dialekten, Andalusisch und Badisch, und Feridun Zaimoglu machte vor Jahren schon die »Kanak Sprak« zu Literatur. Sie alle sind deutsche und deutschsprachige Schriftsteller*innen verschiedener Herkunft.
Wir widmen der literarischen Diversität im Kölner Theater GLORIA eine öffentliche Lange Nacht.

Veranstaltungspartner: Deutschlandfunk
Mit freundlicher Unterstützung der Heinrich-Böll-Stiftung

© Melanie Grande | © Havin Al-Sindy | © Ralf Steinberger | © Guido Schiefer | © Heike Steinweg/ Suhrkamp Verlag | © Philipp von der Heydt | © privat
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