Marc Sinan & Laura Cwiertnia

In den Romanen von Marc Sinan (Gleißendes Licht, Rowohlt) und Laura Cwiertnia (Auf der Straße heißen wir anders, Klett-Cotta) decken die in Deutschland lebenden Nachkommen ihre armenischen Wurzeln auf und durchbrechen jahrzehntelanges Schweigen.

Zwei Familiengeschichten nähern sich verschütteten Erinnerungen und der Suche nach Heimat. Manuel Gogos schaut mit Marc Sinan und Laura Cwiertnia auf über Generationen weitergegebenen Schmerz und die Frage nach Vergebung.

Wie soll man eine Heimat finden an einem Ort, an dem man noch nie war?
Aus: Auf der Straße heißen wir anders

Hochhaussiedlung Bremen-Nord und eine Adresse in Armenien; Berlin und eine Reise nach Istanbul – Karla und Kaan, die Protagonist:innen in den stark autobiografisch gefärbten Romanen von Laura Cwiertnia und Marc Sinan sammeln Erinnerungen wie seltene Briefmarken, werden von ihnen übermannt, sind auf der Suche und werden in gewaltvolle Sphären gezogen. Die Autor:innen nähern sich beide in nichtlinearer Weise ihrer Familiengeschichte und dem verschütteten Trauma des Völkermordes an: im Zentrum die jeweils eigene Kindheit und Jugend in Deutschland. Während Marc Sinan, an dessen Name man nicht vorbeikommt, wenn man sich für die kritische Kunstszene der Türkei interessiert, mit seinen Kompositionen gewissermaßen die Vorarbeit zu seinem Buch geleistet hat, ist Laura Cwiertnias Roman aus und mit intensiver journalistischer Recherche entstanden. In experimentell-politischer Ästhetik zeigen sie literarische Konstruktionen, die divergierenden Bedürfnissen gerecht werden: das Ringen um Antworten nach jahrzehntelangem Schweigen, Racheimpulse und doch auch ein tiefes Verlangen nach Versöhnung – die Vielschichtigkeit der Aufarbeitung jener Familienbiografien ist auf jeder einzelnen Seite in Laura Cwiertnias und Marc Sinans Romanen präsent.

»Es ist ein innovativer, ein gleißender und glänzender Sound, in dem Marc Sinan diese sowohl persönliche, autobiographische, als auch für das türkische und armenische Volk so essentielle Geschichte des 21. Jahrhunderts niedergeschrieben hat«, (WDR Lesestoff).

»Fünfzigtausend Armenierinnen und Armenier leben in Deutschland. Deswegen ist es so wichtig, Geschichten wie diese zu erzählen. Wenn man es auch noch so feinfühlig tut wie Laura Cwiertnia, ist das ein wertvolles literarisches Geschenk«, (Berliner Zeitung).

Veranstaltungspartner: Kulturforum TürkeiDeutschland

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