Marcel Beyer: Von der Wirklichkeit des Möglichen

Für Marcel Beyer ist die Literatur der zurückliegenden Jahre von einer Sehnsucht nach Schreibfeldern geprägt, die das »bloß Literarische« überschreiten, etwa im »Nature Writing« oder der Arbeit an nicht-fiktionalen Texten, einer Prosa ohne Plot gewissermaßen, die an Erkenntnisprozessen Gefallen findet. Im Literaturhaus wird Marcel Beyer u. a. aus seinem Gedichtband Dämonenräumdienst (Suhrkamp) lesen.


Schreib es auf, Sonst mußt Du es / am Ende noch erleben

Im Gespräch mit Christof Hamann und Anja Lemke werden an die Lesung anschließend Marcel Beyers literarische Schreibprozesse reflektiert werden. In einer Besprechung von Dämonenräumdienst sah Helmut Böttiger in der Schrift »das Medium, mit dem das Gedicht sich selbst reflektiert, und deshalb geht es hier nicht um bloße Erinnerungsfragmente, sondern um die Art und Weise, wie das alles zu einer Kunstform gerinnt.« Wie lassen sich verschiedene Schreibweisen unterscheiden, und lassen sich Konvergenzen etwa zwischen literarischem und wissenschaftlichem Schreiben ausloten? Zur Diskussion stehen Graubereiche von Textformen, die sich aus anderen als den festgeschriebenen Schreibpraktiken ergeben.

Marcel Beyer hält sich im Sommersemester als Fellow am Erich Auerbach Institute for Advanced Studies der Universität zu Köln auf. Zuletzt wurde er 2021 mit dem Peter-Huchel-Preis und dem Friedrich-Hölderlin-Preis der Stadt Bad Homburg ausgezeichnet, 2016 erhielt er den Georg-Büchner-Preis.

Veranstaltungspartner: Erich Auerbach Institute for Advanced Studies, Institut für deutsche Sprache und Literatur I an der Universität zu Köln

Die Veranstaltung ist für Studierende frei. Anmeldung erfolgt über
info@literaturhaus-koeln.de

Diese Veranstaltung gibt es auch im Livestream. Tickets zum Livestream finden Sie hier.


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