Rudolf Rach: »gleich nebenan«

Rudolf Rach erzählt im ersten Teil seiner Biographie Alles war möglich. ’36 bis ’86 (Verlag Klaus Bittner) beginnend mit der Gründung des Suhrkamp Theaterverlags eine halbe Lebensreise. 1986 zieht Rudolf Rach nach Paris und lebt dort mehr als dreißig Jahre als unabhängiger Verleger. Über diesen Wagemut und seine Begegnungen etwa mit Marguerite Duras, Edward Bond und Pina Bausch berichtet der zweite Band seiner Autobiographie gleich nebenan. Paris 1986 bis 2020. Im Literaturhaus spricht Rudolf Rach mit Rainer Weiss. Josef Tratnik liest aus den Erinnerungen, zweiter Teil.

Wenn Rudolf Rach aus dem Nähkästchen plaudert, fallen die Namen großer Literaten. Dabei empfängt ihn Paris alles andere als herzlich, als er 1986 mit seinem alten Mercedes dort ankommt und den Theaterverlag L’Arche Editeur übernimmt. Aufgrund von Sprachbarrieren, chronischem Geldmangel und platzenden Verträgen lässt der erhoffte Erfolg auf sich warten. Als er schließlich da ist, avanciert der gebürtige Kölner zu einem der Wichtigen der französischsprachigen Literaturwelt. Mit einem Programm, in dem europäische Autoren den Ton angaben: Bertolt Brecht, Thomas Bernhard und Botho Strauß. Lars Norén und Jon Fosse, Edward Bond und Harold Pinter. Oder Dario Fo, der italienische Weltverbesserer. Nicht zu vergessen Pina Bausch und Jan Fabre, der flämische Meister. Naivität kann eine Voraussetzung sein, um Ungewöhnliches zu schaffen.

Veranstaltungspartner: Verlag Klaus Bittner

Gefördert durch die Kunststiftung NRW

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