Schreibworkshop: Schreiben für die Seele

Wer schreibt, schreibt auch an sich selbst. Das Schreiben ermöglicht uns einen Blick in die eigene Seele, Schreiben regt an, regt auf. Der Schriftsteller Jochen Rausch will in seinem Schreibworkshop die Geschichten, die in uns stecken und erzählt werden wollen, hör- und lesbar machen.

Der Workshop richtet sich an alle, die die Liebe zum Lesen und Schreiben verbindet, die das Gespräch und den Austausch mit anderen Schreib- und Literaturinteressierten suchen und sich auf eine spannende, anregende Entdeckungsreise begeben wollen.

4 Fragen & 4 Antworten zum Workshop:
Was erwartet die Teilnehmenden Ihres Schreibseminars?
Jochen Rausch: Es geht weniger darum, sich Gedanken über einen möglichen Bestseller zu machen – wobei ja nichts unmöglich ist. Bei den bisherigen Schreibworkshops hatten die Teilnehmer*innen sehr unterschiedliche Motive. Einer Teilnehmerin ging es darum, ein Buch für ihre Kinder zu schreiben, das die Familiengeschichte erzählt, eine andere wollte über den Verlust ihres Geliebten schreiben. Wieder anderen ging es darum, das Schreiben als Handwerk zu betrachten, um die eigenen Gedanken zu Papier zu bringen, eine Art Selbstvergewisserung.

Was heißt Schreiben für die Seele?
Jochen Rausch: Das Schreiben ist ein sehr persönlicher, fast schon intimer Vorgang, der dann aber andere erreichen soll. Man setzt sich schreibend auf sehr intensive Weise mit dem eigenen Leben und Denken auseinander.

Kann jede und jeder schreiben?
Jochen Rausch: Schreiben ist auch ein Handwerk. Das Wichtigste ist zunächst, sein Thema zu finden, worüber will ich überhaupt schreiben? Und kann ich darüber schreiben oder ist es mir zu nah? Das Schreiben selbst ist dann beinahe noch das geringste Problem.

Warum ist es gut, in der Gruppe zu schreiben?
Jochen Rausch: Ich habe schon häufiger diese Kurse angeboten und immer sind wunderbare, tiefgehende Gespräche entstanden. Selbst wenn man am Ende nichts zu Papier bringt, haben die Teilnehmenden diese Werkstätten immer als Gewinn gesehen.

Zur Person:
Grimme-Preisträger Jochen Rausch veröffentlichte die Romane Restlicht (KiWi), Krieg (Berlin Verlag) und Im toten Winkel (Piper) sowie die Erzählbände Trieb, Rache und Im Taxi. Krieg wurde unter dem Titel Fremder Feind für die ARD verfilmt, bei den Filmfestspielen in Venedig präsentiert und erhielt den Deutschen Fernsehfilmpreis der Akademie der Darstellenden Künste. Jochen Rausch verfasste auch Hörspiele und Essays. Als Musiker veröffentlichte er mehrere Platten, u.a. spielte er mit Udo Lindenberg die Lindenbergtracks (Random House) ein und vertonte die Gedichte von Jörg Fauser (Fausertracks). Seit einem Jahr ist Jochen Rausch hauptberuflich als Schriftsteller tätig, zuvor war er beim WDR in Köln u.a. Programmchef der Radiosender 1LIVE, WDR 2 und WDR 4 sowie stellvertretender Programmdirektor.

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